Schwäbische Spingerle

Dezember 7, 2014|Posted in: Rezepte, Schwäbische Rezepte, Weihnachtsgebäck

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springerle5Nachdem Göga vor vielen Jahren das erste mal Springerle gegessen hat und darauf jedes Jahr von der guten Frau zu Weihnachten ein Packet mit selbigen bekam, war es meine Aufgabe, als schwäbische Angetraute, in Zukunft dafür zu sorgen, dass er auch weiterhin in den Genuss kam. In den ersten Jahren konnte meine Mutter noch aushelfen – sie hatte ein liebe Freundin, die diese für mich bzw. meinen Mann zu Weihnachten gebacken hat. Aber dann versiegte auch diese Quelle und ich musste selber ran.

Ich hatte mir damals gerade das Buch von Elke Knittel Maultaschen, Spätzle und Co gekauft. Tolles Büchlein mit super Rezepten bzw Variationen. Sie ist den Ursprüngen der Gerichte auf den Grund gegangen, beschreibt die Entstehungsgeschichten und hat alteingesessene Bäcker und Köche zu den schwäbischen Gerichten befragt. Daher sind dort auch urschwäbischen Rezepte abgebildet. Ich kann es jedem nur empfehlen zu kaufen so lange es noch Exemplare gibt!

Aber zurück zu den Springerle. In diesem Büchlein ist natürlich auch ein Rezept von den Springerle. Super beschrieben, mit ihren Erfahrungswerten, worauf man achten muss und und und. Also habe ich mich eines Tages selbst daran gewagt. Model hatte ich mir ebenfalls schon besorgt. Schöne bekommt man hier. Und dann konnte es losgehen. Mittlerweile gehören die Springerle zum Weihnachtsgutsle-Repertoire.. 🙂

Zutaten:

  • 2 Eier (zusammen nicht mehr als 120g)
  • ca. 250-300g Mehl
  • 250g feinster Zucker oder Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1g Hirschhornsalz (mit einem TL heissen Wasser auflösen)
  • 1 Pckch Vanillezucker

Zusätzlich:

  • Speisestärke für die Arbeitsfläche bzw Model
  • Alufolie
  • Anissamen

Zubereitung:

Eier trennen und das Eiweiß sehr steif schlagen. Nach und nach den Zucker, Vanillezucker und das Salz zugeben. Eigelb einzeln zugeben und gut verrühren. Das ganze mindestens 5 min. auf höchster Stufe rühren, bis eine cremige Masse entsteht (bitte nicht ungeduldig werden, das Gelingen hängt davon ab!). Zum Schluss noch das aufgelöste Hirschhornsalz dazu. Mehl langsam einrieseln lassen und dabei mit Power weiterrühren. Sobald das rühren immer schwerer geht, von Hand weiter kneten bis das ganze Mehl eingearbeitet ist (erst mal die 250g einarbeiten, wenn der Teig zu sehr klebt noch weiter Mehl zugeben). Der Teig soll eine geschmeidige Konsistenz haben – nicht zu fest, aber auch nicht mehr an den Fingern kleben.

Den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und zusätzlich noch in eine Schüssel geben und mit einem Deckel verschliessen. Der Teig darf auf gar keinen Fall austrocknen! Über Nacht ruhen lassen.

Am nächsten Tag die Backbleche vorbereiten: mit Alufolie auskleiden, dünn mit Butter bestreichen und Anissamen darauf verstreuen.

Arbeitsfläche leicht mit Speisestärke bestreuen. Eine Portion vom Teig abnehmen, kurz duchkneten und die mit Speisestärke polierten Model in den ca. 1 cm dick ausgewellten Teig drücken. Der restliche Teig bleibt im Kühlschrank.

Die Motive schneide ich mit einem Messer am Modelrand vom Teig ab. Die Springerle vorsichtig von der Arbeitsplatte hochnehmen und auf das vorbereitet Backblech setzten. Dazu nehme ich meistens einen Silikon-Pfannenwender. Wenn sich auf den Springerle zuviel Speisestärke befindet, diese vorsichtig – eventuell mit einem Pinsel – wegwischen. Mit dem restlich Teig so weiterverfahren bis er aufgebraucht ist. Dabei jedes Mal ein frisches Stück Teig dazunehmen.

Die Backbleche mit den Springerle an einen warmen Ort 24 Stunden zum Trocknen stellen.

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Am nächsten Tag das Blech in den kalten Ofen auf die mittlere Schiene schieben und bei 130° 25 min. back-trocknen lassen. Ausschalten und das Blech noch für weitere 10 min im Ofen lassen.

 

 

Für weitere Bleche die Backofentüre kuz offen lassen, so dass die Temperatur wieder etwas fällt und dann das nächste einschieben und weiterverfahren wie oben beschrieben.

Die Springerle auf der Alufolie auskühlen lassen, wenn sie kalt sind lassen sie sich ganz einfach von der Folie nehmen.

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Pally'Hi

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